Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Zahl der französischen Städte, die eine Straßenbahn im klassischen Sinne betreiben, von 3 auf 17 erhöht. Das heißt ab 1985 haben 14 Städte, die vor Jahrzehnten die Straßenbahn abgeschafft hatten, eine komplett neue Straßenbahn-Infrastruktur aus dem Boden gestampft. Sechs weitere Städte, darunter unsere Partnerstadt Dijon, folgen in den nächsten Jahren. Da gibt es einige Ideen für die Mainzelbahn.
Rasengleis mit automatischer Bewässerung am Beispiel Le Mans
Das Rasengleis wird abschnittsweise bewässert
Ausgefahrene Spritzdüse
Eingezogene Spritzdüse
Beim linken Gleis ist das Bewässerungssystem ausgefallen – so sieht es in Mainz fast immer aus
Kleine Mastenkunde
Nancy: Ein Hauch von Jugendstil
Reims: Für Bauarbeiter zu schade
Le Mans: Die kühle Sachlichkeit
Barrierefrei
Nancy: Null Toleranz (Keine Rampe, keine Klappe – einfach reinfahren)
Parken in der City
Orléans: Fahrradstellplätze in der Tram
Nichts für Landeier
Reims: In der historischen Altstadt Unterleitung statt Oberleitung (APS – Alimentation par sol). Sehr elegant, aber dreimal so teuer wie eine Oberleitung.
Stadtmöbelierung aus einem Guss
Alle Haltestellen sind einheitlich mit einem elektronischen Fahrgastinformationssystem und einem Fahrscheinautomat ausgestattet.
Le Mans: Ile aux Sports
Paris T2: Les Moulineaux
Öffentlichkeitsarbeit wird groß geschrieben
Reims: Im Stadtzentrum gibt es ein an sechs Wochentagen geöffnetes Informationsbüro, 14 Straßenbahnbotschafter/innen betreuen Einwohner und auch Touristen, eine halbjährliche Zeitung informiert über den Baufortschritt, Computersimulationen zeigen auf den Baustellen das künftige Stadtbild.
Die Fotos stammen aus den Jahren: Paris 2001, Orléans 2002, Le Mans 2008, Nancy 2008, Reims 2009.
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