Liebe Besucher, liebe Mainzelbahn-Interessierte, hallo und willkommen den Ausbaugegnern und den Ausbaubefürwortern. Wir, als Straßenbahnfreunde Mainz e.V., möchten Ihnen und uns hier eine Plattform für den Austausch bieten, ein Diskussionsforum für die gute Sache. Schreiben Sie uns Ihren Kommentar, Ihre Anmerkung, Ihre Frage — wir werden gerne antworten.
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Straßenbahn in engen Altstadtgassen
In Graz, dessen Altstadt Weltkulturerbe ist, fahren alle Straßenbahnen zwischen dem Hauptplatz und dem Jakominiplatz durch die Herrengasse, die gleichzeitig Fußgängerzone ist, seit Jahrzehnten ohne Probleme. Einen besseren Beweis, welch ein stadtverträgliches Verkehrsmittel die Straßenbahn ist, findet man sonst nicht mehr im deutschsprachigem Raum. Entsprechende Bilder das Grazer Situation könnte man bei den Beispielen aufführen.
Hallo,
warum geht die Mainzelbahn nicht direkt über den Uni-Campus?
Hallo Mombacher,
kurze Antwort aus Frankreich: Zwei der drei Streckenvarianten führen über den Campus. Die MVG bevorzugt allerdings die Variante um den Campus herum (Tram kann da schneller fahren), wird aber vermutlich am Max-Planck-Institut scheitern. Ich persönlich bevorzuge die Variante 3 mitten durch den Campus. Im Juli können wir uns gerne noch einmal austauschen – jetzt steht erst einmal Urlaub auf der Tagesordnung.
Mit freundlichen Grüßen,
Guenther Herbst
Hallo,
grundsätzlich finde ich die Pläne der Mainzelbahn ansprechend, doch bleiben im Abschnitt Bretzenheim fragen offen. Denn an der (H) Ludwig-Nauth-Straße gibt es häufiger Rückstau. Würde die Straßenbahn denn nicht noch mehr Rückstau verursachen? Wäre es nicht Sinnvoller über die Koblenzer Straße-Sporttreff-Und dann auf die Marienborner Straße zu fahren? Denn der Teil Sporttreff-Johanniter und der Siedlungseingang sind mit 5-10 Minuten Fußweg zur nächsten Haltestelle verbunden,
Mit freundlichen Grüßen,
Leonard Goetsch
Guten Tag Herr Goetsch,
die Straßenbahn ist ein Massenverkehrsmittel, das heißt sie soll dort fahren, wo die höchste Wohnverdichtung ist, also eher bei den Hochhäusern als bei Einfamilienhäuschen. Rechts der Koblenzer Straße ist fast ausschließlich Acker. Eine ähnliche Konstellation hat das Straßenbahnprojekt nach Ebersheim zum Scheitern gebracht (negativer Kosten-Nutzen-Faktor 0,6). Das können Sie auch an den drei Alternativen für den Campus sehr gut sehen:
Variante 1 entlang der Koblenzer Straße Faktor 1,24,
Variante 3 mitten durch den Campus 1,28.
Fazit:
Die konfliktärmste Lösung ist häufig auch die unwirtschaftlichste. Und es gilt das Interesse der Anlieger gegen das Interesse der potenziellen ÖPNV-Nutzer abzuwägen. Vergleichbar zu der Situation in der Marienborner Straße ist die Breite Straße ist Gonsenheim. Das funktioniert dort seit rund 120 Jahren. Die ersten dreißig Jahre mussten die Anwohner sogar eine Dampfbahn ertragen! Die verkehrstechnische Erschließung hat diesen Ortsbereich erheblich aufgewertet!
Mit freundlichen Grüßen,
Günther Herbst
Hallo zusammen,
seit geraumer Zeit gibt es nur nur vage, bzw. gar keine Infos mehr zum aktuellen Planungsstand. Auch das, was die AZ in der Zwischenzeit geschrieben hatte hätte man sich eigentlich sparen können. Weiß jemand mehr ?
Grüße von einem ins Rhoihessische ausgewandertem Bretzenummer
Guten Abend Herr Dickmilch,
der aktuelle Stand wird in den Artikel der AZ vom 2.12.2011 (Fährt die Mainzelbahn ab 2016?) und der MRZ vom 2.12.2011 (Mainzelbahnpläne sind auf der Zielgeraden) recht gut wiedergegeben. Nachdem 2011 der endgültige Trassenverlauf festgelegt wurde geht es in den kommenden Jahren weiter: 2012 Planfeststellungsverfahren, 2013 Förderungsbescheid (Bund und Land), 2014 Baubeginn, 2016 Eröffnung der Neubaustrecke.
Mit freundlichen Grüßen
Günther Herbst
Der CDU-Kandidat für das Amt des Mainzer OB, Lukas Augustin, hat angekündigt, im Falle seines Wahlsiegs das Projekt “Mainzelbahn” zu stoppen.
http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/11697790.htm
Meiner bescheidenen Meinung nach hat er sich mit dieser Äußerung keinen Gefallen getan. Naja, mir solls recht sein….
Guten Morgen,
in der öffentlichen Wahrnehmung kommt Herr Augustin noch hinter dem agilen ÖDP-Kandidaten Dr. Moseler. Also möchte er auch einmal in der Zeitung stehen und betreibt das alte Spiel der CDU. In der Stadtratssitzung vom 17.08.1994 forderte die CDU faktisch die Abschaffung der Mainzer Straßenbahn. In der Stadtratssitzung vom 28.05.2003 wurde einstimmig – also auch mit den Stimmen der CDU – der Erhalt der Mainzer Straßenbahn beschlossen. Am 26.01.2012 stimmten die städtischen Ausschüsse der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens – bei einer Enthaltung und keinen Gegenstimmen – zu. In der Sonderausgabe der CDU „Bretzenheim Extra 1/2012“ steht auf der Rückseite des Vorwortes von OB-Kandidat Augustin ein Artikel von Ortsbeiratsmitglied Claudia Siebner, der sich positiv zum Projekt Mainzelbahn auslässt. Alles klar?
Festzustellen ist, dass für einen Ausbau des Straßenbahnnetzes in den 1990er Jahren höhere Fördermittel geflossen und auch der Wagenpark bezuschusst worden wäre. Wenn Herr Augustin jetzt einen Aufschub fordert, bedeutet das, dass es keine Förderung durch Land und Bund mehr geben wird und allein können die Stadtwerke Mainz die erforderliche Investition nicht stemmen. Mainz braucht dringend einen modernen ÖPVN. Dass der Bus ein Auslaufmodell ist, kann heute jeder an der Zapfsäule und den in der Stadt gemessenen Schadstoffwerten ablesen. Wann ist Herr Augustin zum letzten Mal mit einem Bus oder einer Straßenbahn durch Mainz gefahren? Herr Augustin schadet den Interessen der Stadt Mainz und seiner Bewohner!
Günther Herbst
Nachtrag: Glaubwürdigkeit verloren
Heute Morgen lese ich in der Lokalpresse, dass OB-Kandidat Augustin sich gegen die Mainzelbahn ausspricht und dem Bus den Vorzug gibt. Heute Mittag treffe ich den Kandidaten in der Gonsenheimer Kapellenstraße wie er unter dem Transparent „Kein Bus durch unsere Straße“ gegen den Bus mobil macht. Wo, wenn nicht in Wohngebieten, soll denn der ÖPNV verkehren. Vielleicht auf den Spargelfeldern? Fazit: Der Kandidat hat ein gebrochenes Verhältnis zum ÖPNV. Seine 17 % Stimmentanteil dürfte dem Marktanteil der Nobelkarossenbesitzer entsprechen. Denen sind die Spritpreise und die Schadstoffbelastungen in unserer Stadt egal!
Günther Herbst